Wasser in Außensteckdosen, Kellern, Bädern oder in einer Leitung erzeugt einen Ableitstrom. Typisch: Der FI-Schalter löst bei Regen oder nach dem Putzen aus und hält an trockenen Tagen.
Waschmaschine, Trockner, Boiler, Herd oder ein altes Netzteil können intern Strom gegen das Gehäuse ableiten. Der FI trennt dann korrekt, das Gerät gehört geprüft.
Ein Nagel in der Wand, ein gequetschtes Kabel oder gealterte Isolierung lassen Strom auf den Schutzleiter oder ins Mauerwerk abfließen. Solche Fehler findet erst eine Isolationsmessung.
Viele Netzteile, LED-Treiber, Wechselrichter und Elektronikgeräte geben jeweils einen winzigen Ableitstrom ab. Hängt alles an einem FI, kann die Summe die Auslöseschwelle erreichen, ohne dass ein Gerät defekt ist.
Wurde kürzlich etwas angeschlossen, kann ein vertauschter Neutralleiter oder eine Verbindung zwischen zwei Stromkreisen die Ursache sein. Das löst oft sofort beim Einschalten aus.
Auch das Schutzorgan selbst altert. Löst der FI ohne erkennbaren Anlass aus oder reagiert er nicht mehr auf die Prüftaste, gehört er ersetzt.
Wir fragen zuerst nach dem Muster: Fällt der Schalter sofort, nur bei einem bestimmten Gerät, nur bei Regen oder in unregelmäßigen Abständen. Jedes dieser Muster weist in eine andere Richtung und bestimmt, welche Messung zuerst sinnvoll ist.
Der FI wird über die Prüftaste und mit dem Messgerät geprüft: Löst er innerhalb der zulässigen Zeit aus, und tut er das beim richtigen Fehlerstrom. Ein Schalter, der zu spät oder gar nicht auslöst, wird getauscht, unabhängig vom eigentlichen Anlass.
Mit der Zangenstrommessung sehen wir, wie viel Ableitstrom im laufenden Betrieb tatsächlich fließt. Liegt der Wert dauerhaft nah an der Auslöseschwelle, reicht ein kleiner zusätzlicher Verbraucher, um den Schalter fallen zu lassen. Das erklärt die Fälle, in denen scheinbar grundlos ausgelöst wird.
Danach trennen wir die Stromkreise nacheinander und beobachten, wie sich der Ableitstrom verändert. So lässt sich zuordnen, welcher Bereich den größten Anteil beisteuert, ohne dass jedes Gerät einzeln geprüft werden muss.
Für den auffälligen Stromkreis folgt die Isolationsmessung. Sie klärt, ob eine Leitung Feuchtigkeit gezogen hat, ob eine Isolierung beschädigt ist oder ob der Fehler doch an einem angeschlossenen Gerät hängt.
Am Ende sagen wir, was gefunden wurde und was zu tun ist: Gerät ersetzen, Leitung instand setzen, Stromkreise auf mehrere Schutzschalter aufteilen. Die Messwerte bekommen Sie dokumentiert, auch das ist bei wiederkehrenden Störungen hilfreich.
Der FI-Schalter vergleicht den hin- und rückfließenden Strom. Fehlt ein Teil, weil er über Erde, Schutzleiter oder einen Menschen abfließt, trennt er den Stromkreis. Ein Personenschutz-FI reagiert bereits ab 30 Milliampere Fehlerstrom. Das Auslösen ist also die Schutzfunktion und kein Defekt.
Dann entsteht der Fehlerstrom in der festen Installation. Häufig sind Feuchtigkeit in einer Leitung, eine beschädigte Isolierung oder ein Fehler nach einem Umbau die Ursache. Der Stromkreis sollte ausgeschaltet bleiben, bis er gemessen wurde.
Ja, das ist einer der häufigsten Gründe. Außensteckdosen, Kellerräume, Garagen und Bäder sind betroffen. Typisch ist ein Auslösen bei Regen oder Tauwetter, während die Anlage bei trockenem Wetter hält.
Sie erzeugt künstlich einen Fehlerstrom und prüft damit, ob die Mechanik des Schalters auslöst. Reagiert der FI nicht, ist er unbrauchbar und muss ersetzt werden. Eine bestandene Prüftaste ersetzt allerdings keine Messung der Anlage.
Nein. Der Tausch bedeutet Arbeit in der Unterverteilung an spannungsführenden Teilen und muss anschließend geprüft und dokumentiert werden. Das gehört zu einer Elektrofachkraft.
Gemessen wird vor Ort. Von Herzogenrath aus fahren wir nach Aachen, Eschweiler, Alsdorf, Würselen, Baesweiler, Stolberg, Übach-Palenberg und in die übrigen Orte der Städteregion Aachen.
Häufig steckt ein Gerät dahinter, das sich zeitgesteuert einschaltet, etwa Heizung, Boiler, Kühlgerät oder eine Pumpe. Eine andere Erklärung ist Feuchtigkeit, die sich über Stunden aufbaut, etwa an einer Außensteckdose nach Regen. Beides lässt sich über den Ableitstrom nachvollziehen, wenn man an der richtigen Stelle misst.
Der Auslösestrom ist genormt, ein Schalter für den Personenschutz reagiert bei 30 Milliampere. Was sich ändern lässt, ist die Aufteilung: Hängen alle Stromkreise an einem einzigen FI, summieren sich die kleinen Ableitströme vieler Geräte. Mehrere Schutzschalter verteilen diese Summe und machen die Anlage unempfindlicher gegen Fehlauslösungen, ohne den Schutz zu verringern.
Manche Verbraucher können Fehlerströme erzeugen, die ein einfacher Schalter nicht sicher erkennt, etwa Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge oder bestimmte Frequenzumrichter. Dafür gibt es Schutzschalter, die auch diese Fehlerarten erfassen, oder Ladeeinrichtungen mit integrierter Erkennung. Bei Wallbox-Projekten klären wir das vorab, weil es die Auswahl der Schutztechnik bestimmt.
Die Prüftaste ist dafür da, regelmäßig betätigt zu werden, viele Hersteller nennen dazu ein Intervall in ihrer Anleitung. Sie belegt aber nur, dass die Mechanik funktioniert. Ob der Schalter auch bei der richtigen Fehlerstromhöhe und schnell genug auslöst, klärt erst eine Messung. Bei vermieteten Objekten und gewerblich genutzten Anlagen ist diese Prüfung ohnehin Teil der wiederkehrenden Prüfungen.
Nicht unbedingt. Bei älteren Waschmaschinen, Trocknern und Boilern ist häufig die Heizung die Ursache, weil sich dort mit der Zeit Feuchtigkeit in der Isolierung sammelt. Manchmal reicht der Austausch des Heizelements, manchmal ist das Gerät am Ende. Eine Messung am Gerät klärt, ob sich die Reparatur lohnt, bevor Sie ein neues kaufen.
Nein. Ohne Fehlerstromschutz fehlt genau die Schutzmaßnahme, die verhindert, dass ein Fehlerstrom über einen Menschen abfließt. Wenn ein Stromkreis dauerhaft auslöst, lassen Sie ihn ausgeschaltet und nutzen die übrigen Bereiche weiter. Sind alle Kreise an einem Schalter, ist das unangenehm, aber immer noch die richtige Entscheidung.