Ist gleich der ganze Stromkreis tot, lohnt der erste Blick in den Sicherungskasten. Ein ausgelöster Leitungsschutzschalter oder FI-Schalter nimmt mehrere Steckdosen gleichzeitig vom Netz.
In der Dose sitzen die Adern in Klemmen. Löst sich eine Verbindung durch Alterung oder mechanische Belastung, fällt die Steckdose aus. An lockeren Klemmen entsteht Wärme, das ist ein Brandrisiko.
Kontakte nutzen sich ab. Wenn der Stecker keinen Halt mehr findet oder beim Berühren wackelt, ist der Einsatz meist verschlissen und gehört ersetzt.
Steckdosen hängen oft in Reihe an einer Leitung. Ein unterbrochener Kontakt in einer Abzweigdose legt alle nachfolgenden Dosen lahm, obwohl diese selbst in Ordnung sind.
Nicht jede vermeintlich tote Steckdose ist defekt. Manchmal liefert sie Strom und der Fehler steckt im Gerät, im Kabel oder in der Verlängerung. Ein Test mit einem anderen Gerät klärt das.
Außensteckdosen, Garagen, Keller und Bäder sind anfällig. Dringt Feuchtigkeit ein, löst der FI-Schalter aus und die Dose bleibt ohne Strom, bis die Ursache gefunden ist.
Eine Dose oder mehrere, seit wann, und ist vorher etwas passiert: gebohrt, renoviert, ein Gerät angeschlossen, Wasser im Spiel. Diese Fragen stellen wir zuerst, weil sie die Suche in eine Richtung lenken, bevor das erste Messgerät ausgepackt wird.
Mit dem Messgerät prüfen wir, ob an der Dose überhaupt Spannung anliegt, und zwar zwischen allen Kontakten. Das unterscheidet die tote Dose vom fehlenden Neutralleiter, was ein völlig anderer Fehler ist, auch wenn beides gleich aussieht.
Nach dem Freischalten wird die Dose geöffnet. Verfärbte Klemmen, gelöste Adern, abgebrochene Leiter oder Spuren von Wärme sind hier die typischen Befunde. Häufig ist die Ursache schon beim Herausziehen des Einsatzes sichtbar.
Steckdosen hängen meist in Reihe. Wir prüfen deshalb auch die Dose davor und dahinter, weil eine gelöste Ader in der einen Dose die nächste ohne Strom lässt. Das erklärt die Fälle, in denen die scheinbar defekte Dose völlig in Ordnung ist.
Ist der Fehler damit nicht gefunden, kommen die Abzweigdosen dazu, oft hinter Möbeln oder unter der Decke. Dort sitzen die Verbindungen, an denen sich über Jahre Kontaktprobleme entwickeln, besonders bei alten Klemmen.
Defekte Einsätze werden getauscht, lose Verbindungen fachgerecht neu geklemmt. Danach messen wir den Stromkreis und dokumentieren das Ergebnis. Wenn dabei auffällt, dass die Anlage insgesamt an der Grenze ist, sagen wir das getrennt vom aktuellen Auftrag.
Meistens hat ein Schutzschalter ausgelöst, eine Klemmverbindung sich gelöst oder der Steckdoseneinsatz ist verschlissen. Auch ein defektes Gerät kann den Eindruck erwecken, die Dose sei kaputt.
Wenn die übrigen Dosen im Raum funktionieren, liegt der Fehler wahrscheinlich in der Dose selbst oder an ihrer Klemmstelle. Häufig hat sich eine Ader gelöst oder der Einsatz ist beschädigt.
Dann ist der Stromkreis betroffen. Entweder hat die Sicherung ausgelöst, oder in einer Abzweigdose ist eine Verbindung unterbrochen, an der mehrere Dosen hängen.
Der Test mit einem anderen Gerät und der Blick in den Sicherungskasten sind unproblematisch. Der Tausch des Einsatzes bedeutet Arbeit an spannungsführenden Klemmen und gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Dann liegt der Fehler zwischen Verteilung und Dose. Eine Messung zeigt, ob die Leitung unterbrochen ist, eine Klemme keinen Kontakt hat oder der Einsatz defekt ist.
Der Betrieb sitzt in Herzogenrath und arbeitet in Aachen, Eschweiler, Alsdorf, Würselen, Baesweiler, Stolberg, Übach-Palenberg und weiteren Orten der Städteregion Aachen.
Weil an einem Kontakt ein Übergangswiderstand entsteht, meistens durch eine lockere Klemme oder ausgeleierte Kontakte im Einsatz. Dort wird elektrische Energie in Wärme umgesetzt, und zwar dauerhaft, solange Last anliegt. Das ist einer der häufigsten Auslöser für Schwelbrände in Wohnungen und einer der wenigen Befunde, bei denen wir zu sofortigem Handeln raten.
Technisch ist das eine überschaubare Arbeit, es bleibt aber ein Eingriff an spannungsführenden Teilen. Dazu kommt: In manchen Dosen ist wenig Platz, und USB-Einsätze bauen tiefer. Wir prüfen deshalb Dosentiefe und Klemmraum, bevor wir zusagen. In alten Installationen ohne Schutzleiter ist der Tausch zusätzlich eine Gelegenheit, den Zustand der Leitung anzusehen.
Dann liegt der Fehler beim Gerät, an dessen Kabel oder an der Steckerverbindung. Ein Test mit einem anderen Gerät bringt Klarheit. Umgekehrt kann auch ein Gerät intakt sein und trotzdem nicht laufen, wenn an der Dose der Neutralleiter fehlt. Deshalb wird bei der Messung immer zwischen allen Kontakten geprüft, nicht nur auf Anwesenheit von Spannung.
Eine feste Zahl gibt es nicht, entscheidend ist die zu erwartende Last. Ein Kreis mit sechs Dosen in einem Schlafzimmer ist unproblematisch, dieselbe Anzahl in einer Küche mit Backofen, Wasserkocher und Mikrowelle nicht. Bei Modernisierungen trennen wir deshalb Küche und Arbeitsbereiche von den übrigen Räumen, statt alles an einen Kreis zu hängen.
Für Neuinstallationen in Wohnungen sind Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz vorgeschrieben, umgangssprachlich Kindersicherung. Bestehende Dosen müssen deshalb nicht sofort getauscht werden, bei einer Modernisierung setzen wir aber grundsätzlich Einsätze mit diesem Schutz. In Haushalten mit kleinen Kindern lohnt sich der Tausch auch unabhängig von einer größeren Maßnahme.
Nicht weiter benutzen und den Stromkreis abschalten. Meist sind die Spreizkrallen in der Unterputzdose ausgebrochen oder die Dose selbst sitzt lose im Mauerwerk. Beides lässt sich fachgerecht beheben, aber nicht durch Zurückdrücken und Festschrauben, weil dabei die Adern in der Dose belastet werden.